Kanephora 12: Rehaugen

Lucien ist gerade 50 geworden. Seit 22 Jahren ist er Vorarbeiter in der Baufirma seines Jugendfreundes Jeff. Seine Frau Karin hat im Anbau ihres Reihenhauses ihre physiotherapeutische Praxis eingerichtet. Beide haben sich geschworen, niemals im Streit zu Bett zu gehen; Konflikte sollen sofort beigelegt werden, was bislang auch immer geklappt hat. Karin ist stolz auf ihre beiden Söhne, ihre gutgehende Praxis, ihre Vorzeigeehe. Doch kurz vor ihrer Silberhochzeit, für die sie ein riesiges Fest plant, bemerkt sie eine Veränderung an Lucien, die sie nicht zu deuten vermag. Ihre Beziehung bekommt die ersten Kratzer, droht sogar zu zerbrechen, denn Lucien kann sich nicht länger gegen die Gefühle, die in ihm toben, wehren.

“Rehaugen” spielt im Jahre 2010 in Luxemburg. Die Geschichte wird aus Karins und Luciens Perspektive erzählt. Sehnsüchte, Ängste, Zweifel steigen an die Oberfläche und stürzen beide in ein emotionales Chaos.

D’Valerija Berdi vum 100,7 iwwer “Rehaugen”.

D’Valerija Berdi an de Michel Delage vum 100,7 ënnerhale sech iwwer “Rehaugen”.

ÜBER DEN AUTOR

Jean-Paul Maes wurde 1955 in Esch/Alzette geboren und wuchs in Niederkorn auf. Nach Versuchen in unterschiedlichen Berufen ging er ans Konservatorium in Esch/Alzette und sammelte erste Theatererfahrungen. Von 1978 bis 1981 studierte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und war danach an verschiedenen Theaterproduktionen im deutschsprachigen Raum aktiv. Seit 1988 arbeitet Jean-Paul Maes als freier Schauspieler, Theaterregisseur und Bühnenautor in Luxemburg. Bisher wurden über zwanzig Stücke von ihm im In- und Ausland inszeniert (darunter: Manila, du mäin hiirzegt Kand, 1990; E Stéck Vollek, 2002; En ausgetrëppelte Schong, 2021). Seit 2012 leitet er sein eigenes Theater, das “Kaleidoskop” in Bettemburg.

“Jean-Paul Maes’ Stücke spielen zumeist im dörflichen Milieu und thematisieren die gesellschaftlichen Veränderungen im Mikrokosmos der Familie”, so Claude D. Conter im Luxemburger Autorenlexikon. “Seit den 2010er-Jahren übt Jean-Paul Maes in seinen Stücken zudem Kritik an Formen der Diskriminierung in der Luxemburger Gesellschaft, aufgrund von Homosexualität, Fettleibigkeit und Transgender.”

2017 erschien bei Kremart Edition in der erfolgreichen Reihe Smart Kremart Jean-Paul Maes’ Kurzgeschichte “Wat geet mech de Bertemes iwwerhaapt un?” (Nummer 20). Die Kurzgeschichte ist noch immer zu haben, siehe dazu auch hier.

 

Weitere Infos über Jean-Paul Maes im Luxemburger Autorenlexikon.

 

Rehaugen
1. Auflage 2021
© Kremart Edition S.à r.l., Luxemburg 2021
Reihe: Kremart Kanephora
Text: Jean-Paul Maes
Lektorat und Korrektur: Myriam Welschbillig und Christiane Kremer
Layout: creative corner
Titelfoto: © Adobe Stock | frank11
Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck (Deutschland)
ISBN 978-99959-39-51-9, 444 Seiten, 19,95 Euro
www.kremart.lu